Der Fall, für den ein Abteil gedacht ist
Zwischen Auszug und Einzug liegt nicht immer eine Nacht. Der Mietvertrag endet zum Monatsletzten, die neue Wohnung wird noch gestrichen, der Kauftermin verschiebt sich um drei Wochen, oder es geht für ein halbes Jahr beruflich woandershin. In all diesen Fällen muss der Hausrat irgendwohin, und die Garage der Verwandtschaft ist selten so trocken, wie sie aussieht.
Wir richten diese Zwischenzeit als zwei Umzüge mit einer Pause dazwischen ein. Beim ersten Termin wird ausgeräumt, verpackt und eingestellt. Beim zweiten Termin holen wir dasselbe Abteil wieder heraus und fahren es zur neuen Adresse. Dazwischen läuft nichts außer der Miete für das Abteil, und die richtet sich nach Größe und Dauer.
Das ist deutlich einfacher zu planen als ein Umzug, bei dem beide Termine mit Gewalt auf denselben Tag gedrückt werden. Wer die Übergabe der alten Wohnung reißt, steht vor Folgen, die sich vorher schlecht beziffern lassen. Ein Abteil für ein paar Tage ist demgegenüber eine überschaubare und vor allem planbare Größe.
Welches Abteil zu welcher Wohnung passt
Die Abteilgröße richtet sich nach dem Volumen und nicht nach der Zimmerzahl. Aus dem Aufmaß ergibt sich eine Kubikmeterzahl, und die entscheidet. Ein Ein-Zimmer-Haushalt liegt erfahrungsgemäß bei rund fünfzehn Kubikmetern, passt also nicht in das kleinste Abteil; wer nur die Möbel einlagert und die Kartons mit in die Zwischenunterkunft nimmt, kommt darunter.
Ab einer Dreizimmerwohnung wird geteilt. Was ein üblicher Haushalt dieser Größe mitbringt, füllt zwei große Abteile, und das ist kein Nachteil: Zwei Abteile lassen sich getrennt räumen, wenn ein Teil des Hausrats früher an die neue Adresse soll als der Rest. Wir sortieren beim Einstellen danach, was zuerst wieder herauskommt.
Wer in der Zwischenzeit an einzelne Stücke heranwill, sagt das vorher. Dann bleibt im Abteil ein Gang frei, und die Kisten mit den gesuchten Sachen stehen vorn statt hinten unter dem Sofa. Das kostet ein wenig Stellfläche und spart später eine Stunde Suchen.
- Das Volumen in Kubikmetern aus dem Aufmaß, nicht die Quadratmeter der Wohnung
- Ob Schränke zerlegt werden oder am Stück eingelagert bleiben
- Wie viel davon stapelbar ist: Kartons gehen in die Höhe, ein Ecksofa nicht
- Ob während der Lagerzeit jemand an einzelne Kisten heran muss
Nach Tagen gerechnet, nicht nach Monaten
Eingelagert wird nach Tagen. Wer sein Abteil elf Tage braucht, zahlt elf Tage und nicht einen halben Monat. Angefangene Tage werden voll gerechnet, weil sonst über Uhrzeiten gestritten würde, und der Vorteil dieser Rechnung liegt genau bei den kurzen Fällen: bei der Woche zwischen Übergabe und Schlüsselerhalt, die sich nicht vermeiden ließ.
Bei längeren Zeiträumen sprechen wir vorher über die voraussichtliche Dauer und halten sie im Angebot fest, damit Sie mit einer Summe planen können statt mit einer offenen Zahl. Verschiebt sich der Einzug noch einmal, bleibt das Abteil einfach stehen; ein Anruf genügt, und die zweite Fahrt wird neu terminiert.
Nach oben ist die Lagerzeit nicht fest begrenzt. Möbel können Monate stehen, wenn sie richtig verpackt sind und das Abteil trocken ist. Wir fragen nach einiger Zeit von selbst nach, ob es beim Plan bleibt, denn niemand soll für Stücke Miete zahlen, die er längst abgeschrieben hat.
Die beiden Fahrten
Hinbringen und Herausholen sind zwei Fahrten und stehen deshalb getrennt im Angebot. Das ist keine Rechenkunst, sondern die Wahrheit über den Aufwand: Beim ersten Mal wird eingeräumt, beim zweiten ausgeräumt, und dazwischen liegen Wochen, in denen niemand fährt. Wer beide Fahrten gleich zusammen bucht, weiß von Anfang an, was der ganze Vorgang ausmacht.
Zur zweiten Fahrt gehört die Frage, wohin genau. Bleibt der Hausrat in der Gemeinde, ist die Fahrt kurz; nach Potsdam sind es 7,6 Kilometer, nach Berlin-Mitte 42,3 Kilometer und rund fünfzig Minuten reine Fahrzeit ohne Verkehr. Steht das Ziel schon beim ersten Termin fest, planen wir die Rückfahrt gleich mit ein.
Es kommt vor, dass zwischen den beiden Fahrten noch etwas dazukommt, weil in der Zwischenunterkunft Möbel übrig sind. Das ist kein Problem, muss aber angesagt werden, bevor der Wagen losfährt, damit die Fläche im Abteil reicht und nicht der halbe Bestand umgestapelt werden muss.
- Erster Termin: ausräumen, verpacken, Bestandsliste schreiben, ins Abteil stellen
- Zwischenzeit: das Abteil bleibt verschlossen, gerechnet wird nach Tagen
- Zweiter Termin: Abteil leeren, laden, an der neuen Adresse aufstellen
- Nach dem Einzug: Decken, Hauben und geliehene Kartons nehmen wir wieder mit
Was nicht ins Abteil geht
Nicht alles, was in eine Wohnung gehört, gehört in ein Abteil. Lebensmittel ziehen Ungeziefer an, auch verschlossene Vorräte und selbst eingekochte Gläser. Zimmerpflanzen überstehen keine Woche im Dunkeln. Alles Brennbare, also Farben, Lacke, Verdünner, Spiritus und Gasflaschen, bleibt draußen. Das ist keine übertriebene Vorsicht, sondern Bedingung für jedes Lager.
Ebenso wenig gehören Papiere und Wertsachen hinein, die Sie in der Zwischenzeit brauchen könnten: Ausweise, Verträge, Versicherungsunterlagen, Schmuck, Bargeld und die Festplatte mit den einzigen Kopien. Solche Dinge fahren im eigenen Auto mit, in einer Tasche, die Sie selbst tragen und selbst abstellen.
Bei Geräten mit Akku lohnt sich ein Blick in die Anleitung. Akkuschrauber, Räder und Rasenmäher mit Lithiumakku werden vor der Einlagerung entnommen und getrennt aufbewahrt. Waschmaschine und Geschirrspüler laufen leer, werden abgepumpt und trocknen offen, bevor sie eingestellt werden, sonst riecht die Trommel nach vier Wochen genau so, wie man es befürchtet.
Was vor der Einlagerung verpackt gehört
Einlagern ist Verpacken mit längerer Wirkung. Für zwei Stunden Fahrt reicht eine Decke; für sechs Wochen im Abteil entscheidet die Verpackung darüber, in welchem Zustand die Sachen wieder herauskommen. Der Aufwand fällt einmal an und lohnt sich, weil ihn niemand nachträglich erbringen kann.
Polstermöbel bekommen eine Decke und darüber eine atmungsaktive Haube, keine dicht anliegende Folie: Darunter sammelt sich Feuchtigkeit und bleibt dann auch dort. Holzflächen werden abgedeckt, Glasplatten stehen hochkant und niemals flach unter etwas anderem, Matratzen liegen flach in einer Hülle, damit sie sich nicht verziehen.
Kartons werden für das Lager fester gepackt als für den Umzug, weil sie stehen und Last tragen. Ein halbvoller Karton gibt nach, sobald drei weitere darauf stehen. Wir füllen die Hohlräume auf, schließen den Deckel mit Klebeband und schreiben auf zwei Seiten, was drin ist und in welchen Raum es später soll.
- Schubladen leeren; was liegen bleibt, drückt sich mit der Zeit in die Front
- Schranktüren sichern, damit nicht das Scharnier wochenlang die Last hält
- Werkzeug und blankes Metall leicht einölen, bevor es liegen bleibt
- Textilien nur trocken einpacken, feucht eingelagert riecht danach der ganze Stapel
Abteile nach Größe und die Fahrten dorthin
- Abteil bis 5 Kubikmeter Betrag: ab 8 € am Tag
- Abteil bis 10 Kubikmeter Betrag: ab 17 € am Tag
- Abteil bis 20 Kubikmeter Betrag: ab 28 € am Tag
- Hinbringen oder Herausholen, je Fahrt Betrag: ab 91 € je Fahrt
Sämtliche Beträge verstehen sich brutto einschließlich Mehrwertsteuer. Was nach dem Aufmaß im Angebot steht, trägt sich unverändert in die Rechnung.